Die Seife:  Savon de Marseille

Die Herkunft des "Savon de Marseille" stammt von einer seit Jahrtausenden aus Aleppo in Syrien stammenden Seife die auf Olivenöl und Lorbeer basiert. Die Herstellungsart verbreitete sich im gesamten Mittelmeerraum und erreichte Marseille nach den Kreuzzügen durch Italien und Spanien.

Der Savon de Marseille ist eine Seifenart die aus der Verseifung der Mischung aus meist pflanzlichen Ölen und Waschsoda entsteht. Durch die hohe Reinigungskraft, konnte die Seife für die Körperhygiene verwendet und maschinell oder von Hand hergestellt, werden. Die Bezeichnung "Savon de Marseille" ist keine eingetragene Ursprungsbezeichnung aber entspricht einem kodifiziertem Herstellungsverfahren. Dadurch muss ein Mindestgehalt an Fettsäuren garantiert werden. Es können auch andere Öle als Olivenöle oder auch tierische Fette, benutzt werden.

Der erste Seifenmacher wurde im Jahr 1370 in der Region von Marseille erfasst. Die Rezeptur dieser Seife wurde im 17. Jahrhundert unter König Ludwig der XIV. reglementiert. Der Gebrauch des Namens "Savon de Marseille" wurde auf mit Olivenölen in der Region Marseille hergestellten Seifen beschränkt. Historisch gesehen wurden 72 % an Fettsäuren in der traditionellen Seife die nur aus Olivenöl hergestellt wurde, garantiert.

Die Region um Marseille zählt im 19. Jahrhundert 90 Seifenfabriken und produziert 180.000 Tonnen. Aber das Aufblühen synthetischer Waschmittel nach 1950 führt zu einem Umsatzrückgang. Heute sind China und die Türkei die größten Hersteller des "Savon de Marseille".